Pflanzanleitung für Cypripedien

 

Cypripedien für den Anfänger

Für den Anfänger sind nur Hybriden zu empfehlen. Sie sind meist erheblich anpassungsfähiger und vitaler als Naturformen. Zwei Hybriden haben über viele Jahre ihre Gartentauglichkeit bewiesen.

 

Standort

Halbschattig, keine direkte Mittagssonne. Ein guter Standort ist auch im Schlagschatten an der Nordseite eines Hauses. Cypripedien sind meist Waldpflanzen und bevorzugen daher kühle, nicht zu trockene Standortbedingungen. Wo Farne im Garten gut wachsen, sind auch die Bedingungen für Frauenschuhe günstig.

Boden

Entscheidend ist eine lockere, krümelige Struktur bis in 10 cm Tiefe und ein nicht zu trockener Boden, aber ohne Staunässe. Dichte und schwere Böden sind durch Bims, gebrochenem Blähton, Lavalit oder Seramis® zu ersetzen. Bei Staunässegefahr eine Drainageschicht aus gebrochenem Blähton oder Lavalit einbringen. Bei sehr leichten, sandigen Böden, die schnell austrocknen, kann die Wasserspeicherung durch Einmischen von Seramis® erhöht werden (kein Torf!). Der pH-Wert sollte von wenigen Ausnahmen abgesehen zwischen 6,5 und 7,5 liegen. Günstig auf die Bodenstruktur und -feuchtigkeit wirkt das Aufstreuen einer dünnen Schicht Buchenlaub oder Nadelstreu.

Bims

Lavalit

Blähton

Seramis

Pflanzung

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Die Wurzeln in den oberen 10 cm des Bodens flach ausbreiten, das obere Ende der Sproßknospe 2 cm unter der Bodenoberfläche. Erde locker einfüllen, nicht andrücken, gleich angießen.

Gießen und Düngen

Der Boden sollte nie ganz austrocknen, daher ist in trockenen Sommern sanftes Überbrausen empfehlenswert. Im Frühjahr fördern regelmäßige Mineraldüngergaben mit einem Viertel der normalen Konzentration den Zuwachs im nächsten Jahr.

Begleitpflanzen

Frauenschuhe vertragen keine Konkurrenz durch Pflanzen, die sie überwuchern könnten. Daher sind schwachwüchsige Stauden und Gehölze die richtigen Partner. Besonders dekorativ ist die Kombination mit niedrigen Farnen und kleinbleibenden Hosta-Sorten.

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Pflanzenschutz

Nacktschnecken können innerhalb einer Nacht verheerende Schäden anrichten. Besonders während des Austriebs im Frühjahr sind Schutzmaßnahmen notwendig; am sichersten wirkt ein Schneckenzaun.

Vor Tieren (Vögel, Mäuse...) kann man mit einem Drahtgeflecht schützen.

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